Liebe erlauben
Frage von Mira
am 13. Februar 2011
Hallo liebe Zahohie,
wie kann ich Halt, Vertrauen und Liebe erlauben?
Gerade entdecke ich meine Nicht-Liebe und dass ich mir Schmerzen erschaffen habe, damit meine Angst Recht bekommt - dass ich z. B. nicht vertrauen darf & nicht sein darf, wie ich wahrhaftig bin...
Jetzt bin ich auf ein frühkindliches Trauma gestoßen:
Ich war ein Frühchen, wurde sofort nach der Geburt in den Brutkasten gegeben und hatte starke Ernährungsstörungen. Mir fehlte die Nähe, die menschliche Wärme, das Vertrauen in diese neue Welt& der Platz in ihr. Meine Mutter ging, weil alleinerziehend, sofort arbeiten. Ich bekam selten die Brust, hatte wenig vom mütterlichen Schutz & Abwehrkräften. Ich vergiftete mich lebensgefährlich durch die Milchersatznahrung in der Kinderkrippe. Ich habe seitdem das Thema Kinderkriegen in mein Leben gekommen ist, eine Lactoseintolleranz- aber nur auf Milch&Sahne ... und ich habe unglaubliche Angst, selbst ein Kind zu bekommen und Schwierigkeiten, (mir selbst) Mutter zu sein und mich selbst (finanziell) zu nähren.
Nach vielem Ringen entschied ich, doch hier auf der Erde zu bleiben. Wollte aber immer wieder fort (Gelbsucht, Unfälle, Mißbrauch). Dadurch habe ich einen besondern Bezug zu den Ebenen gehabt. Bis zum heutigen Tage fehlt mir aber der Anker auf der Erde. Einen Vater als Stabilisator hatte ich nicht. Die Heimat haben wir früh verlassen, meine Kindheit ist traumatisch verdrängt.
Die Wurzellosigkeit und den fehlenden Halt ersetzte ich durch eine kämpferische Haltung, einen starren Willen mit zurückgezogenen Eremiten-Zeiten, in denen ich auch mal schwach sein darf- aber meist nur mit mir allein.
Vor einiger Zeit verletzte ich mich beim Kampfsport muskulär, hinterfrage meine Verspannung & Beckenschmerzen & stoße auf dieses Menscheits- und Lebensthema von fehlener Liebe, Geborgenheit, Vertrauen.
In mir steht ein NEUbeginn an, eine Neugeburt, ich stecke mittendrin in der Geburtsphase, ob reales Kind oder inneres, ist gleich. Ich kann all das als meine Schöpfungen anerkennen... aber ich finde keinen Halt.
Meine Essenz ist da, mehr sogar: ich erlaube mir, mehr und mehr, die zu sein, die ich wahrhaftig bin...
Aber bisher ist es vor allem schmerzhaft... und es kommt gern zu Zeiten, in denen ich überzeugt bin, Leistung & vollen Einsatz bringen zu müssen.
Sind all diese Überzeugungen hinfällig?
Muss ich wirklich durch diese ganze Nicht-Liebe durch, um zur Liebe zu kommen?
Ja, sagt es in mir.
Muss ich wirklich mich, so wie du gesagt hast, symbolisch gesehen ganz flach auf den Boden legen und hingeben, dem das da kommt?
Ja.
Oder ist das auch nur eine Vorstellung?
Es tut alles so weh.
Bitte steh mir bei.
Antwort von Zahohie
am 13. Februar 2011
Liebe Mira,
du fragst, wie du Halt, Vertrauen und Liebe erlaubst.
Ich würde mich zuerst dem Schmerz widmen, welcher im Augenblick in dir anwesend ist.
All deine Kindheitserlebnisse sind eine symbolische Verkörperung wie du dich Selbst sozusagen alleine gelassen hast, alleine, ohne deine Liebe ... dich symbolisch mangelhaft ernährt hast, bezüglich deiner Liebe zu dir Selbst ... und das verursacht sozusagen Seelenschmerz ... welcher sich wiederum auch durch physischen Schmerz symbolisch manifestiert ...
So geht es im Augenblick auch wieder nur um die Akzeptanz des Schmerzes, mit diesem Schmerz zu sein, mit ihm zu atmen ... ihn so zu erlauben wie er ist ... ihn fühlen ... und in diesem Fühlen gleichzeitig mehr der Zuschauer, der Beobachter zu sein ... so erlaubst du sozusagen die Heilung des Schmerzes ... ein energetisches ausbalancieren ...
Mira schreibt:
Muss ich wirklich mich, so wie du gesagt hast, symbolisch gesehen ganz flach auf den Boden legen und hingeben, dem das da kommt?
Ja.
Oder ist das auch nur eine Vorstellung?
Du musst dich dem, was da kommt nicht hingeben. Du kannst versuchen dagegen anzukämpfen, es zu verändern versuchen, davor weglaufen, oder was auch immer du gerne tun möchtest ... und deine Lebenssituationen werden entsprechend deiner Entscheidungen stattfinden und es wird sich entsprechend anfühlen ... kämpferisch, dich selbst ablehnend, Lebenssituationen der Nicht-Liebe ... (welche du dir bereits von Geburt an gegeben hast ...).
Indem du dich dem stellst, was sich dir in jedem Augenblick zeigt, und du dir erlaubst es so zu fühlen wie es ist, ohne wenn und aber, in dem Augenblick anerkennst du automatisch deine eigene Schöpfung, egal ob du dir dieser bewusst bist oder nicht ... in dieser Hingabe, in diesem Erlauben und Anerkennen liegt etwas heilsames, deine Liebe, die du bist.
Wenn du magst, dann erlaube dir auch deine Glaubenssätze, mit welchen du deine Nicht-Liebe erschaffen hast, zu erkennen und zu ehren. Damit gibst du dir dann deine Freiheit dich in deiner Liebe zu erleben.
Diese Zeit des Wandels und der Veränderungen, welche wir gerade erleben ist aus meiner Beobachtung heraus keine angemessene Zeit um irgend einen Halt zu finden, im Gegenteil, es ist mehr eine Zeit des Fließens im Erlauben dessen was in jedem Augenblick anwesend ist, es bewusst zu betrachten und zu fühlen und von Altem loszulassen ... Auch wenn dein Verstand nicht versteht ... du führst dich sozusagen aus deiner Essenz heraus auf deinem inneren und äußeren Weg ... und ich kenne diese immense Herausforderung welcher du dich hiermit stellst ... und doch, wie heißen deine Glaubensstrukturen mit welchen du dich ohne Halt unwohl fühlst??!! Magst du sie dir anschauen? Wenn ja, dann erlauben es dir und schaue zu was in deinem Leben geschieht.
Vertrauen ist automatisch anwesend, wenn das Misstrauen abwesend ist. So geht es auch hier darum die Anwesenheit des Misstrauens zu erkennen, sowie deine Glaubenssätze mit welchen du das Misstrauen erschaffst.
Und wenn du magst, dann erlaube dir weiterhin zu erkennen, wie sehr deine Glaubenssätze des Misstrauens und der Nicht-Liebe sich aneinander nähren ... womit du ein immenses Gefühl der Haltlosigkeit erschaffst ... wenn du diese, deine Schöpfungen erkennst und anerkennst wie sie sind, und du dann erkennst, dass es wahrhaftig nur Schöpfungen sind und nichts weiter, dann beginnt die Illusion darin sich zu erlösen ... und du wirst dich in einer neuen Freiheit erleben, in deiner Liebe und deinem Wissen an dich selbst, was Worte nicht beschreiben können.
Meine Einladung an dich lautet: Widme dich deinem Schmerz, fühle ihn wie er ist ... damit öffnest du innere Tore in dir ... denn in diesem Erlauben bist du bereits in deiner Liebe und in deinem Vertrauen an dich Selbst. Mit jedem Erlauben bist du dir selbst und deiner Liebe die du Bist einen Schritt näher.
In Liebe und Hochachtung an dich und deinen Weg
Britta - Zahohie


