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von der Erwartung, ohne Erwartung zu sein

Frage von Anne-Katrin

am 05 Mai 2009, 21:34

 

Hallo Zahohie - Britta !

Beim letzten satsang tauchte kurz was auf, wo es um das Gefühl von Ent-täuschung ging und sich dahinter eröffnete, dass es (unbewußt) Erwartungen gab, die nicht erfüllt wurden.
Das hat mir etwas zu Erwartungen erhellt.
Die allermeisten Erwartungen sind wohl un-bewußt, und kommen dann erst ans Licht, wenn ich etwas kreiere, dass meinen Erwartungen nicht entspricht. Möglicherweise kreiere ich mir genau dadurch eine Chance, hinter die Dynamik meiner Erwartungen zu kommen.

Das, was ich jetzt neu ent-deckt habe, dass auch erfüllte Erwartungen ihre Dynamik haben, nur dass ich sie nicht so schnell erkenne, weil das Gefühl von Ent-täuschung mich eher bewegt, dahinter zu schauen. Erfülle ich mir eine (unbewußte) Erwartung, nehme ich eher nicht wahr, dass dahinter eine Erwartung war.

Und ich glaube, genau das "passiert" möglicherweise in den meisten von mir kreierten Situationen. Dass ich meine Erwartungen erfülle. Und es fühlt sich dann gut an, mehr oder weniger oberflächlich, letzten Endes hatte ich aber eine Erwartung. Nur, dass ich es eben nicht als solche wahrnehme. Tricky.

Ich kritisiere mich nicht dafür, das macht ja keinen Sinn, ich merke allerdings, dass es so einen Satz gibt wie: Erwartungen haben ist ok, "besser" (reifer, wahrer und so weiter und so fort..) ist aber, keine zu haben.
Das ist interessant zu beobachten.
Die Erwartung, keine Erwartung zu haben...

schmunzelnd,
Anne-Katrin

 

Antwort von Zahohie

am 06 Mai 2009, 07:36

 

Hallo liebe Anne-Katrin,

Ja, ist das nicht wunderschön so zu beobachten, wo wir uns mit unseren Kontemplationen, unserer Achtsamkeit und unseren Beobachtung so hinführen....?!!!!

Vielleicht magst du deinen inneren Fokus, deine Kontemplation und Beobachtung einmal in die Frage hineinsetzen, welche Glaubensmuster hinter der Erwartung keine Erwartungen zu haben stecken könnten.... ? ....

In Liebe

Zahohie - Britta

 

 

geschrieben von Anne-Katrin

am 07 Mai 2009, 18:54

 

...ja, es macht Spass ... :)


Liebe Britta - Zahohie,

was ich durch deine und meine An-wesenheit mittlerweile klarer spüre, ist, dass es nicht darum geht, dass Mensch-sein weniger (wert) ist und ICH BIN-sein mehr. Ich dachte, ich bin frei von Bewertung, aber hier komme ich mir auf die Schliche :) ...die Erwartung, keine Erwartung haben zu sollen, kommt aus dem Glauben, dass, wenn ich erst mein menschliches Bewußtsein überwunden habe (als wäre das was Mangelbehaftetes), ich (wer ist dann ich!) frei von Erwartungen bin, ganz im Fluss, im Ein-klang mit allem, was IST (als wäre das was Besseres).

Aber es geht nicht um besser oder schlechter, es geht um alles sein können, was ich wähle. Alles. Weil ich alles bin. Nicht, weil ich es so will. Einfach, weil es so ist.

Betrachte ich ICH BIN als etwas "besseres, als..." spüre ich eine Anstrengung, das erreichen zu wollen, etwas überwinden zu müssen. Das macht ja keinen Sinn. Ich muß nicht arbeiten, um zu sein. ICH BIN ja schon.

das ist...einfach.

big warm hug,
Anne-Katrin

 

 

geschrieben von Zahohie

am 07 Mai 2009, 21:47

 

Yeppp!!!!!!!! :-D

So bin ich mir auch auf die Schliche gekommen..... und noch heute finde ich in meinen Lebenssituationen viiiiieeeele solcher kleinen versteckten Beurteilungen und Bewertungen.... doch heute, wenn ich sie entdecke lache ich mit mir und er-freue mich immer mehr an meinem Mensch-Sein, so, wie ich es noch nie zuvor erlebt habe....

Vielleicht magst auch du dir einfach weiter bewusst zuschauen?!..... und dich selbst dabei so genießen, wie du BIST?!!!!

Von Herzen

Britta-Zahohie

 

 

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