Erst die Arbeit, dann das Vergnügen
Seit langem beobachte ich einen Mechanismus in mir, mit welchem ich immer wieder haderte. Ich will etwas Bestimmtes tun, aber vorher muss ich noch so vieles anderes erledigen, fast zwanghaft aber doch sehr subtil.
Heute kam ich etwas mehr in die Akzeptanz dieses Verhaltensmusters. Das öffnete meine innere Tür um in mir nachfragen zu können, was sich in mir dahinter verbirgt, dass ich immer wieder in dieses Muster hineingehe.
Ganz schnell kam meine Antwort: „Ich hatte mich mal dazu entschieden.“
Aha, zu was denn?
„ … zuerst ... die Arbeit ... dann das Vergnügen“, kam es etwas stockend aus mir selbst heraus ...
Ich musste lachen, genau so!
Und genau unter diesem Glaubenssatz erlebte ich bis heute meine Art, wie und in welcher Reihenfolge ich was erledigte … wie ein Gefangener in seinem eigenen Gefängnis, mich ständig beurteilend und verurteilend, weshalb ich denn nicht einfach einmal anders handeln könnte … doch ging das immer nur unter Anstrengung und einer Art Gegenstrom-Gefühl. Jetzt weiß ich warum.
Nun habe ich dieses Glaubensmuster in mir erkannt. Ich nehme es als eine Schöpfung aus mir selbst heraus an. Dadurch ist es frei von meinen Beurteilungen und ist ein Teil von mir, also nicht mehr getrennt von mir.
Wenn ich jetzt noch einen Ausdruck dieser alten Struktur in mir und um mich herum beobachte, dann sehe ich meine Schöpfung. Dann wähle ich für mich frei aus, ob ich diese weiterhin als eine bevorzugte Ausdruckweise meinerseits erleben möchte oder nicht. ...
……..
27. Februar 2010
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