Erste Gedanken zu Gott ist in mir
Seit Jahrtausenden leben wir alle in einem Bewusstsein von irgendeinem Gott, der irgendwo dort draußen ist und über uns herrscht. Irgendwie glauben wir, dass wir ihm ausgeliefert sind. Ob es nun Gott, Mohamed oder Buddha oder irgendein Sonnen oder Regengott ist oder war … wir glauben oder glaubten daran.
Doch irgendetwas scheint sich nun zu ändern. Die Kirchen erleben starke Einbrüche, Verlust ihrer Macht.
Was ist geschehen, was geht hier vor sich?!
Könnte es sein, dass wir einfach einen Bewusstseinswandel erleben?! Könnte es sein, dass wir vielleicht doch etwas ganz Neues erleben?!
In vielen Bereichen hat man seit langer Zeit einen Wandel der Zeit voraus gesagt. Viele sprachen sogar von einem bevor stehendem Weltuntergang zum Jahrtausend Wechsel. Viele verschiedene Versionen wurden zu diesem Thema hervor gebracht. Doch die Welt ist noch da. Wir haben den Sprung in das neue Jahrtausend geschafft. Alles scheint noch so zu sein wie es immer war, doch irgendetwas ist doch irgendwie anders … Wenn ich feinfühlig bin und beobachte, dann stelle ich fest, dass sich irgendwie irgendwas verändert hat. Es scheint irgendetwas in der Luft zu liegen.
Viele Katastrophen scheinen sich regelrecht anzuhäufen. Die Politik ändert sich, die Gesellschaft ändert sich, weil die Menschen sich ändern. In vielen Bereichen wird nach der guten alten Zeit gerufen. Was war daran nur so gut?! Ich wusste damals was mehr oder weniger geschehen wird. Ich war an eine Art Lebensrhythmus gewohnt. Dieser scheint jetzt irgendwie nicht mehr so ganz zu funktionieren. Arbeitsplätze gehen verloren. Viele Menschen verlassen den Planeten durch einen eventuellen frühzeitigen Tod. Viele Veränderungen welcher Art auch immer.
Was bewirken diese Veränderungen in den Menschen?!
In Krisenzeiten werden wir immer wieder auf uns selber zurück geworfen. Äußere Werte verlieren oft ihre Bedeutung, da anderes wichtiger geworden ist oder weil es durch einen so genannten Schicksalsschlag aus meinem Leben verschwunden ist.
Also schaue ich bei mir selber. Was finde ich da nur?! Wir waren so sehr auf unser Außen fixiert …
Auch, wenn ich meine, dass ich mich schon lange mit mir und meinem Innenleben beschäftige. Wie oft habe ich die Ursache für meine Lebensumstände im Außen gesehen und wie oft in meinem Innen?! Doch auch wenn ich nach Innen schaue, tue ich das liebevoll mit mir selber? Wenn ich nach Innen schaue, ist es dann frei von Beurteilungen oder halte ich Ausschau, nach dem was in mir und an mir verändert werden sollte?! Entspricht das, was ich da in mir entdecke meinen eigenen Vorstellungen oder auch einfach nur den allgemeinen?! Wenn nicht, verurteile ich mich dann und versuche es zu ändern?!
Ja, wo kämen wir denn hin, wenn wir alles so akzeptieren würden wie es gerade eben ist - ich meine IN mir …
… aber außen wollen doch alle, dass immer alles so bleibt wie es ist oder war, oder zumindest wie es früher einmal war … ?!?!
was ein Wirrwarr …
……..
3. Juni 2006
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