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Glauben

Was ist eigentlich Glauben?!

 

Ein Glaube im religiösem Sinne?! … hmm, also da glaubt man an Gott und all diese Geschichten, die dort zum Beispiel geschrieben stehen und das was erzählt wird. Das heißt ich glaube daran, dann ist es auch so.

 

Aber was ist, wenn ich nicht mehr daran glaube?! Was passiert dann?! …

 

Glauben im täglichen Sinne. Ich glaube, dass ich ein Mensch bin und dass ich nicht fliegen kann, bzw. dass ich eine Maschine benötige um fliegen zu können. Ich glaube mittlerweile, dass die Erde rund ist und dass es ein Weltall gibt. Ich glaube, dass ich klug bin oder vielleicht auch dumm. Ich glaube, dass ich hübsch bin oder hässlich. Ich glaube, dass kaltes Wasser eine Grippe verursacht. Ich glaube, dass Zucker dick macht und Yogurth schlank. Ich glaube dass ich einsam bin, wenn ich alleine bin oder alleine lebe. Ich glaube, dass es mir nur gut geht, wenn bestimmte Ereignisse in meinem Leben stattfinden … ich glaube, dass frühere Zeiten besser waren als die heutigen … oder … wie lang wollen wir die Liste hier machen?! … 

 

Vielleicht magst du ja mal selber schauen, was du alles glaubst …

 

Ist das, was ich glaube, ist das wahr?!

 

Wenn du der Meinung bist, dass das selbstverständlich alles wahr ist, was du glaubst, dann soll das für dich so sein.

 

Ich lade hier nur diejenigen ein weiter zu lesen, die ihren eigenen Glauben vielleicht in Frage stellen wollen oder ihn sich zumindest einmal etwas genauer ansehen möchten. Allen anderen: Tschüss, war nett, dass ihr hier wart! …

 

Also du möchtest noch weiter gehen, wissen, was es mit dem Glauben auf sich hat?!

 

Meine Erfahrung ist, dass alles, was ich in meinem Leben sehen und erfahren kann nur deshalb in meinem Leben ist, weil ich daran glaube. Als ich durch eine spielerische, und doch tief greifende Übung einmal aufhörte daran zu glauben, da erfuhr ich, dass ich die Möglichkeit hatte mich in diesem selben Augenblick aufzulösen. Aber in diesem selben Mini- Augenblick spürte und fühlte ich auch meine immense Leidenschaft und Freude, die ich erlebte in der Erfahrung Mensch zu Sein. Und mit der Anerkennung dieser Freude mich als Mensch zu erleben, hatte ich automatisch auch schon die Entscheidung getroffen weiterhin mich als Mensch wahrzunehmen und war in meinem Bewusstsein wieder hier fest auf der Erde anwesend, unmöglich mich jetzt noch aufzulösen. In diesem Augenblick war meine Erfahrung, die ich da eben gemacht hatte nur noch eine Erinnerung und nicht mehr recht nachfühlbar. Aber es war eine einschneidende Erfahrung in meinem Leben. Sie bestätigte mir, was ich unbewusst schon immer wusste. Ich bin kein Mensch, ich erfahre mich lediglich als solcher. Aber nur solange ich auch an all das glaube, woran ich glaube … übrigens, meine Lebenssituation war zu diesem Zeitpunkt der Erfahrung nicht gerade rosig und wunderschön. Ich hatte mit so allerlei menschlichen Hindernissen im alltäglichen und beruflichen Leben zu tun. Also eine Lebenssituation in welcher ich eigentlich gerne verschwunden wäre. Aber aus einer anderen Richtung meines Selbst betrachtet empfand ich eine unglaubliche Freude an dem, was gerade in meinem Leben stattfand. Das empfand ich dann doch als etwas ungewöhnlich und seltsam. Wie kann man an Problemen Freude haben?! … Aber so war es eben, und die Gründe wurden mir später bewusst, in den Erkenntnissen was Leben eigentlich ist.

 

Dieses Ereignis hat in meinem Leben und in mir sehr viel bewegt. Was ist es denn nun wirklich, woran ich glaube und wie verändere ich meinen Glauben, wenn ich gerne meine Lebenssituationen verändern möchte?!

 

Ist doch klar oder?! Wenn ich in meinem Leben das erfahre, woran ich glaube, dann kann ich mein Leben auch verändern, indem ich meinen Glauben verändere!!

 

Als erstes habe ich mich dann natürlich daran gemacht mich selber zu beobachten. Woran glaube ich denn überhaupt?!

 

Ich kann meinen Glauben und meine Glaubensmuster erfahren, indem ich mich und mein Leben und meine Lebenssituationen beobachte. Dort ist alles zu sehen, da ich ja alles was ich glaube und woran ich glaube in diesem Leben bin und in Erfahrung bringe.

 

Ich bin ein Mensch. Ich erfahre mich solange als Mensch, wie ich daran glaube, dass es nichts weiter gibt als die Materie. Wenn ich mich öffne, dann beginne ich vielleicht auch mehr wahrzunehmen. Das, was schon immer da war, ich hatte es bisher nur aus meinem Bewusstseinsbereich ausgeschlossen.

 

Ich glaube, dass ich untauglich bin. Solange ich das als wahr anerkenne, solange werde ich in meinem Leben Situationen erleben, in welchen ich meine Untauglichkeit bestätigt bekommen werde. Wenn ich beginne meine Untauglichkeit anzuzweifeln, beziehungsweise sie nicht mehr als wahr zu akzeptieren, dann beginne ich auch andere Fähigkeiten in mir zu entdecken und in dem ich diese anderen Fähigkeiten in mir anerkenne, beginnt mein Leben sich zu verändern.

 

Das ist hier nur ein Beispiel. Es ist auf alles andere in meinem Leben anzuwenden. Wenn du Lust hast, dann kannst du ja mal für dich selber schauen, woran du alles glaubst, und was geschehen würde, wenn du aufhören würdest es als wahr anzuerkennen.

 

……..

 

 

16. Juni 2006

 

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