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Das Sterben meines menschlichen Ichs

Mein mystischer Tod – oder – inneres Sterben im lebendigen Körper ...

 

Jemand fragte mich einmal, wie es bei mir war, mein mystischer Tod … Zum größten Teil hatte ich es vergessen. Aber jetzt kam eine Erinnerung und so möchte ich es hier aufschreiben.

 

Seit einigen Jahren ging ich schon den Weg in ein weiteres Bewusstsein hinein. Ich war mir meiner inneren Natur bereits bewusst. Mein Menschsein war aber trotz allem noch sehr präsent. Zu dieser Zeit hatte ich schon begonnen mich von vielen persönlichen Dingen äußerlich zu trennen, weil ich fühlte, dass es nicht mehr zu meinem Leben gehörte. Durch verschiedene Umstände hatte ich bereits meine Wohnung aufgegeben, mein Auto verkauft und fast alles Hab und Gut weggegeben oder verkauft. Von den Einkünften finanzierte ich meine Reisen, welche mir zu dieser Zeit sehr wichtig waren. Doch dann kam wieder eine Zeit des Rückzugs. Ich bezog eine kleine Wohnung weit ab von bewohnten Zonen. Dort gab ich mich meiner inneren Welt hin.

 

In dieser Abgeschiedenheit spürte ich auf einmal, dass es Zeit war zu sterben. Ich wusste, dass damit nicht mein Körper gemeint war. Was sterben wollte war das Ich des Bewusstseins der Persönlichkeit von Britta. Über eine zeitlang kam mir die Frage immer wieder ins Bewusstsein: „Bist du bereit?“ Es fühlte sich etwas mulmig an, und doch sagte ich immer wieder: „JA!“ Ich wusste ja nicht genau was auf mich zukommen würde, aber es fühlte sich ok an.

 

Dann plötzlich eines schönen Tages war ich gerade auf einem Spaziergang unterwegs. Ich setzte mich an den Wegesrand und genoss die Natur. Da formulierte sich in mir wieder die Frage ob ich bereit war. Als ich erneut bejahte begannen sich Bilder vor meinem inneren Auge zu bilden. Dies war ich schon sehr gewohnt. Diese Bilder waren ein Teil meiner inneren Kommunikation mit mir Selbst. So wie wir nachts träumen, nur direkter und wesentlich klarer vom Inhalt her. Ich sah mich selbst als eine Art kleiner Roboter mit einem Mittelkörper wie eine keine Tonne. Ich wurde plötzlich unter die Arme gegriffen und weg geschliffen. Man trug mich zu einem Strandliegestuhl und warf mich auf die Matte. Die Anderen waren für mich nicht sichtbar. Ich sah nur die Arme. Als ich da als kleiner Tonnen-Roboter auf dem Liegestuhl lag, wurde ich nochmals befragt. Als ich abermals meine Zustimmung gab, da wurde mein Tonnenbauch von den Anderen geöffnet und man begann mein Roboterinnenleben neu zu verkabeln. Das dauerte so ein Weilchen. Ich lag seelenruhig da und ließ es einfach geschehen. Ich wusste, jetzt wurde ich energetisch umgestellt.

 

Diese Bilder fand ich damals einfach lustig, obwohl ich mir ihrer Bedeutung innerlich bewusst war. Weder an diesem Tag noch an den folgenden gab es irgendetwas Besonderes in meinem Alltag. Aber ganz sanft und gleichzeitig trotzdem schnell veränderten sich viele Dinge in meinem Leben. Das Geld, was sowieso schon wenig war, wurde noch weniger. Das letzte Geld, was ich noch auf meinem Konto hatte wurde mir aus einer uralten Geschichte vor über 15 Jahren gepfändet, viele meiner Glaubensmuster über nichtwert sein ohne Geld wurden damit getriggert. Ich schämte mich zu Tode … doch schnell kamen auch neue Einsichten herein, so dass ich meine Scham überwinden konnte. Viele andere ähnliche Situationen kamen hinzu, welche mir dienten um von den Glaubensmustern loszulassen, mit welchen ich meine Persönlichkeit Britta definiert hatte.

 

Mit der Zeit wurde ich immer lustloser. Ich saß wochenlang nur mit mir allein herum. Ich wollte nirgendwo hingehen und eigentlich auch niemanden sehen. Oft verließ ich Tagelang die Wohnung nicht und saß nur gelangweilt auf der Couch, was natürlich auch so einige Glaubensmuster triggerte über das was ich müsste und doch nicht tat … Doch innerlich wusste ich, dass so wie es ist alles in Ordnung ist. Doch im Außen beschwerte ich mich pausenlos, dass ich etwas verändert haben wollte, ohne es in meine Realität bringen zu können.

 

Während dieser Zeit fühlt es sich für mich oft an, als ob eine Planierraupe ständig über mich fuhr, immer wieder auf und ab. Ich fühlte mich innerlich in tausende von Stücke zersplittert. Mein Körper fühlte sich ähnlich an. Teilweise ergaben sich auch depressive Zustände, von welchen ich aber wusste, dass sie temporär waren und sich von alleine wieder geben werden, was sie dann auch taten.

 

Alles, aber auch alles, was ich während dieser Zeit irgendwie versuchte auf die Beine zu stellen um Geld zu verdienen erstickte ich schon an seinem Anfang. Egal in welche Richtung ich mich bewegen wollte, es war alles wie gegen eine unsichtbare Wand laufen. Diese unsichtbare Wand war so eng um mich herum, dass es sich fast so anfühlte als würde sie direkt um meinen Körper herum stehen. Jeder Versuch etwas in die Tat umzusetzen scheiterte schon von Beginn an. Das waren Zeiten, wo all dieses Geschehen innerlich noch sehr wehtat.

 

Diese extreme Zeit vollzog sich über einige Monate. Danach begann sich alles etwas mehr zu beruhigen. Ich hatte wieder Lust unter Menschen zu gehen. Was sich Anfangs allerdings etwas seltsam anfühlte. Ich fühlte mich ziemlich nackt und innerlich weit offen. Die Welt und die anderen Menschen erschienen mir auch als etwas seltsam. Alles fühlte sich so kristallin an, alles erschien mir als ungewöhnlich weit …

 

Doch schnell gewöhnte ich mich daran und ebenso schnell verschwand dieses Gefühl in meinem Alltag. Ich merkte, wie ich nach und nach wieder neue Dinge in mein Leben bringen konnte. Obwohl meine Geldsituation noch über ein paar Jahre hinweg recht kritisch war. Doch zu keiner Zeit fehlte mir etwas, was mir das Menschsein unmöglich machte. Alles was wirklich essentiell war, war immer vorhanden. Und so sehr ich mich oft schämte, so hatte ich doch immer wieder Menschen in meiner Nähe, welche mir halfen einen neuen Blickwinkel des Betrachtens der Situation herein zu bringen.

 

Obwohl ich während dieser Zeit meistens alleine war fühlte ich mich nie allein. Meine innere Essenz war für mich ständig fühlbar präsent. Trotz allem verstand mein menschlicher Anteil viele Geschehnisse nicht und Klarheiten konnten zu dieser Zeit von mir nur stückweise eingebracht werden. Mein menschlicher Teil litt während dieser Zeit sehr. Doch heilte dieses Leiden unter meiner fortschreitenden Bewusstseinserweiterung. In meinem inneren weiteren Bewusstsein konnte ich im Rückblick alle Umstände in einem neuen Licht erkennen.

 

Meine so genannte Neugeburt fand erst ca. 2 Jahre später statt. Auch dafür hatte ich mir einen symbolischen Event kreiert. Den entsprechenden Artikel findest du hier: Neugeburt

 

23. November 2008

© Zahohie

 

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