Meine innere Freiheit
Vor längerer Zeit baute ich über 5 Jahre lang mit sehr großem Erfolg ein Geschäft auf. Da ich mich in der damaligen Berufssparte jedoch nicht sehr wohl fühlte wollte ich es wieder abgeben. Doch zu meiner eigenen großen Überraschung konnte ich es sehr gut verkaufen. Ich hatte plötzlich so viel Geld, wie noch nie zuvor.
Doch von dem Tag an, als ich mein Geld auf meinem Konto hatte überkam mich eine Angst, dass dieses Geld bald wieder zu Ende sein würde. Ich hatte mehr als genug um einige Jahre davon leben zu können und trotzdem kam dieses mulmige Gefühl immer wieder in mir auf. Damals wusste ich noch nicht, was dieses Gefühl in mir sollte und ich wusste auch nicht richtig, wie ich damit umgehen konnte. Ich fühlte es des Öfteren und versuchte einfach regelrecht davor wegzulaufen, innerlich meine ich. Ich versuchte dieses Gefühl einfach zu ignorieren und als Quatsch darzustellen.
Doch im Hintergrund blieb dieses Unwohl-Gefühl immer vorhanden. Viele meiner Handlungen und Entscheidungen entsprachen dann auch diesem inneren Grundgefühl. Wie gesagt, damals war mir das nicht unbedingt bewusst.
Dann kam wirklich der Tag, als dieses Geld durch einige überraschende Ereignisse schneller zu Ende ging als erwartet. Das war der Tag, an welchem ich das erste Mal meinen Glaubenssatz »Mit Geld bin ich Jemand, ohne Geld bin ich ein Niemand« sah.
Danach ergaben sich für mich noch viele Situationen, in welchen ich mich finanziell mehr oder weniger durchwurschteln konnte. Bis es im Laufe des letzten Jahres zu extrem Situationen in meinem Leben kam. Was ich auch tat, wohin ich mich innerlich oder äußerlich drehte und wandte, ich lief gegen eine Wand. Und mein Alltag wurde durch diese panikartige Angst, ohne Geld dazustehen und was die Leute von mir denken würden, beherrscht.
Ich kreierte mir alle möglichen Situationen, durch welche mir all meine Glaubensmuster im Zusammenhang mit Geld und meinem Selbstwertgefühl regelrecht ins Gesicht sprangen. Teilweise dauerte es bei mir eine Weile, bis ich das alles annehmen und erkennen konnte.
Während der letzten wenigen Monate ist für mich das Annehmen meiner selbst kreierten Situationen etwas leichter geworden obwohl die finanzielle Situation sich immer weiter zuzuspitzen schien. Nach und nach wurde ich innerlich immer ruhiger und konnte auch meine hartnäckigsten Glaubensmuster der Unfähigkeit und des Opfer seins immer leichter erkennen und mich somit von ihnen lösen.
Heute ist es geschehen, dass ich mich zum ersten Mal in diesem Leben vollkommen gelassen und sogar sehr freudig erlebe obwohl ich gerade eben feststellte, dass ich mein Konto nicht pünktlich ausgleichen kann. All die Angst und Panik scheint wie weggeblasen. Und ich fühle mich frei!!!!
Mein Verstand und meine alten Gewohnheiten versuchen teilweise noch nach dem alten Verhaltensmuster zu suchen, aber es greift nicht mehr. Ich fühle zwar, dass ich die Wahl hätte meine alten Glaubensmuster wieder auszugraben und mich mit ihnen zu identifizieren. Doch meine Wahl ist meine innere Freiheit!!!!
Das ist ein so neues und fast unwahrscheinlich schönes Gefühl in mir. Eine riesige Erleichterung!
Es gibt keine äußere Freiheit. Alles ist in mir und hat seinen Ursprung aus mir selbst heraus. Ich erfreue mich immer mehr an meinem inneren Sein. Diese Freude, dieses Glucksen, diese überfließende Liebe in mir, und das alles ohne jeglichen äußeren Grund ist einfach soooooooo wunderschön!!!!!!
03. September 2007
© Zahohie


