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Wie geht das Annehmen?

Frage von mira

am 10 Mai 2009, 23:19

 

Es ist sooo schön, Eure Unterhaltungen zu lesen - so als würde ich mir selbst in der Unterhaltung zusehen.
Und es tut so gut, Britta-Zahohie, mit dir jemanden gefunden zu haben, der mir so aus dem Herzen spricht... und bei dem ich mich immer wieder an mein ICH BIN erinnere.Ich hätte dich so gern manchmal in meiner Westentasche dabei, damit ich immer erinnere und fühle, was mich manchmal so tief und ergreifend streift.
Wie mach ich das denn REAL, im echten Leben, dass ich mir die Zeit und den Raum gebe, mich an die Essenz zu erinnern...? ... dass ich übe, bei mir zu sein statt in der Identfikation mit meinem Schöpfungen.., dass ich die Verantwortung übernehme, das anzunehmen, was da ist, ohne es zu sein- oder ausleben zu müssen und es trotzdem zu können? Das Atmen und Erlauben sind ja dafür die Schlüssel, doch wie erlaube ich mir denn das Erlauben? Ich weiss nicht was, aber irgendwas hält mich so zurück, ist so... ängstlich, verletzt, ungeduldig -was auch immer... und ich hab den Eindruck, ich komm irgendwie ganz schwer vorran. Klar- schon wieder Glaubendmuster, -auch schon wieder das Knäul von Schöpfungen, die alle gesehen und geliebt werden wollen... und der dringende Wunsch ENDLICH anzukommen. Ist da vielleicht das "eigentliche Problem" all meiner Gedanken-Programme? Wie hast du das hinbekommen?
(Ach, da sagt grad mein kleines Mädchen: Ich will das auch!)

Ja, ich will das auch. Annehmen und Erlauben.
Wie?

Liebe Grüße,
Mira.

 

Antwort von Zahohie

am 11 Mai 2009, 12:46

 

Liebe Mira,

 

Mira hat geschrieben:

Wie mach ich das denn REAL, im echten Leben............

 

ja, DANKE auch für diese Frage!!!!

 

Annehmen ist eine innere Wahl.... ein Öffnen in mir Selbst zu dem was IST ...

 

Ein einmaliges Erkennen – Erinnern an das was IST – reicht im Erleben als Mensch sein nicht aus um Bewusstes Sein schlagartig und dauerhaft ins Menschenleben - erleben – zu bringen ...

 

Denn im Mensch sein erlebe ich mich noch in der Zeit, im Erfahren von Gestern, Heute und Morgen ...

 

Wenn ich augenblicklich alle meine Strukturen und Schöpfungen, welche die Materie und ihr Erleben ausmachen, aufgeben würde, dann könnte ich mich nicht mehr als Mensch erleben, sondern würde mich augenblicklich aus der Materie heraus katapultieren .... und mich als Mensch auflösen oder mich vollkommen getrennt vom Körper und der Materie erfahren ...

 

Auf unseren inneren Ebenen entspricht das Herauskatapultieren aus der Materie im Augenblick nicht unserer inneren Entscheidung. Ebenso wie das Erleben der Trennung von Geist und Materie bei den meisten Wesen nicht mehr dieser Entscheidung entspricht. Das neue Zeitalter haben wir dazu erschaffen, um uns in der Vereinigung von Materie und Geist bewusst zu erfahren. Und da wir es noch unter unserer Schöpfung von Zeit erleben erleben wir diese Vereinigung und Bewusstwerdung als eine Art Prozess. In diesem Prozess erleben wir den Übergang von der Erfahrung als Mensch in der Materie lebend, unbewusst seines inneren Ursprungs und Daseins, bis hin zur vollkommenen Bewusstwerdung unseres Schöpfer sein mit all seinen Schöpfungen ...

 

In diesem Prozess erleben wir auch den Übergang vom Erleben der Fremdbestimmung, des sich als Opfer fühlend, bis hin zur Selbstbestimmung im Anerkennen der inneren Wahl ...

 

Alles, was wir als Mensch erleben entspricht einer inneren Wahl.

 

Es besteht jedoch ein Unterschied zwischen dem menschlichen Wollen, und einer inneren Herzensentscheidung. Diesen Unterschied zu erkennen ist ein Teil des Prozesses, unseres Weges im Erleben als Mensch ...

 

Alles was im Augenblick meines Jetzt anwesend ist, ist bereits eine innere Herzensentscheidung, denn sonst wäre es nicht in meinem Erleben als Mensch anwesend ... Dazu gehört auch die Erfahrung, dass ich nicht entscheiden kann und dass alles, etwas von Außen kommt ...

 

Wenn ich mich innerlich dazu entschieden habe mich, mein Erkennen und meine Entscheidungen bewusst zu erleben, dann ist es notwendig zuerst meine alten Entscheidungen als solche zu erkennen. Wenn ich meine alten Entscheidungen erkannt habe, dann habe ich die Möglichkeit meine Entscheidung zu verändern.

 

Eine Entscheidung zu verändern ist etwas anderes als das zu verändern, was IST. Wut, Ärger, Unzufriedenheit, Glücksgefühle, Opfer sein, mich ausgeliefert fühlen, Vertrauen, Angst, Verletzlichkeit, Geduld, Ungeduld ... – all das sind Gefühle, Energien, Strukturen ... die SIND ... Jede Energie, jede Struktur IST so wie sie ist ...

 

Das was IST kann ich nicht verändern – ich kann nur meine Entscheidung verändern ...

 

Mich als Mensch zu erleben ist eine Entscheidung auf anderen Ebenen. Ebenso mich als eine Persönlichkeit zu erleben ... Also all das, was ich als Mensch erlebe habe ich irgend wann, irgendwo einmal so entschieden es als Mensch zu erleben ... Nur wo und wie ...

 

Um das heraus zu finden habe ich mir genau dieses Leben als Britta, Mira, Anne-Katrin, Ulrich, Peter, Karl ... erschaffen ... In diesem Erleben des Jetzt möchte ich mir Selbst und meiner Entscheidungen bewusst werden ... und das erlebe ich als einen Weg. Gestern war mein erleben anders als heute ... Gestern habe ich mich in einem unbewussten Zustand als fremdbestimmt erfahren – heute erkenne ich meine innere Wahl und verändere sie ...

 

Doch auch dieses Erkennen erlebe ich als Mensch in einem Prozess - Stück für Stück – eine Erkenntnis nach der anderen ... So ist es mir möglich mein Bewusstsein langsam zu öffnen und trotzdem alle Strukturen im Erleben aufrecht zu erhalten ... So kann ich Schöpfung und Schöpfer vereint erleben . Das ist das Ziel, unsere Entscheidung auf anderen inneren Ebenen, für diese neue Zeit ...

 

Das heißt all mein Erleben als Mensch entspricht immer meinen inneren Entscheidungen ... Bist du dir deiner inneren Entscheidungen bewusst?

 

Welche deiner inneren Entscheidungen ist gerade jetzt hier in diesem Augenblick deines Erlebens anwesend?

 

Ist eine Entscheidung, dir deinen Raum und deine Zeit zu geben um dich immer mehr in deiner Essenz zu erleben anwesend oder was findest du in deinem Erleben, in deinem Außen als Mensch wieder? ... Das was du gerade in diesem Augenblick erlebst IST deine Entscheidung ... Besteht in dir eine Entscheidung dir dieser alten Entscheidungen bewusst zu sein oder nicht?! ... Was ist es, was Jetzt hier anwesend ist ...

 

Mich dazu entscheiden, mich und meine Umwelt bewusst und achtsam zu beobachten ... Was ist hier anwesend?! ...

 

Diese Achtsamkeit und diese Präsenz, ist eine immense Herausforderung an mich selbst ... da sie fast allen meinen alten Entscheidungen entgegen spricht ... Und diese gilt es Stück für Stück zu erkennen ...

 

Wie gehe ich hier in diesem Augenblick mit mir selber um? Bin ich liebevoll zu mir selbst oder ablehnend ... erlebe ich mich in meiner Selbstverantwortung oder mehr als Opfer ... Wenn ich meine anwesenden Entscheidungen erkenne, dann kann ich meine Entscheidungen verändern ... Hast du bis jetzt gewählt in deiner Selbstverantwortung zu sein? ... Wie fühlt es sich an Selbstverantwortung zu wählen, und welche Anteile meines Seins melden sich bei mir, wenn ich Selbstverantwortung wählen möchte ... Denn wählen MÖCHTEN ist noch kein wählen sondern nur möchten ...

 

Genauso ist es mit dem Erlauben – erlaube ich mir erlauben – das heißt, wähle ich erlauben – oder wähle ich das Erleben der Fremdbestimmung ...

 

Indem ich mir selber zuschaue kann ich alles erkennen, was ich innerlich gewählt habe zu erkennen.... Wenn ich nicht erkenne, welche Wahl ist dann anwesend?! ...

Mira hat geschrieben:

Ich weiss nicht was, aber irgendwas hält mich so zurück, ist so... ängstlich, verletzt, ungeduldig - was auch immer...

 

Ja, ich verstehe!

 

Wie lautet da Jetzt deine Entscheidung dazu – entscheidest du dich diese Gefühle der Ängstlichkeit, Verletztheit, der Ungeduld wahrzunehmen und so zu fühlen wie sie SIND? ... Das wäre dann das annehmen was IST ... Es so zu fühlen, wie es IST, ohne es verändern zu wollen ... einfach fühlen und erkennen: „ahhh das ist mein Gefühl der Verletzlichkeit – ich erlebe hier gerade meine Schöpfung, meinen Raum, der Verletzlichkeit ...“ und atme mit diesem Gefühl ... und schaue ihm zu ... ich kann mir auch anschauen, was noch alles in dem Raum der Verletzlichkeit mit anwesend ist ... und ob die Verletzlichkeit mir etwas erzählen möchte ... und schaue zu ...

 

Doch wirst du dich Anfangs wahrscheinlich sehr in deiner Verletzlichkeit und all der anderen Gefühle und Strukturen gefangen fühlen – identifiziert mit diesem Gefühl ... als du BIST die Verletzlichkeit ...

 

Und im Erleben als ich BIN die Verletzlichkeit, die Angst, die Ungeduld ... dient mir die Verletzlichkeit, die Angst, die Ungeduld ... um andere Strukturen meines Seins zu erleben ... zum Beispiel um mich als Opfer und als Fremdbestimmt zu erleben ...

 

... und das geduldige mir selbst Zuschauen und mit dem Gefühl und Allem, was sich jetzt in diesem Augenblick zeigt, einfach atmen und beobachten – immer wieder und immer wieder ... solange, bis ich mich innerlich aus dieser Identifikation gelöst habe und mich wieder als Schöpfer dieser Schöpfung erkenne und erlebe ... Dann ist der Augenblick, wo ich leicht und einfach eine neue innere Entscheidung treffen kann ... eine Entscheidung, welche meiner Schöpfungen ich als Mensch gerne erleben möchte ... Dann, genau dann in diesem Augenblick, BIN ich BEWUSSTER Schöpfer.....

 

Mira hat geschrieben:

ich hab den Eindruck, ich komm irgendwie ganz schwer vorran. Klar- schon wieder Glaubensmuster, -auch schon wieder das Knäul von Schöpfungen, die alle gesehen und geliebt werden wollen... und der dringende Wunsch ENDLICH anzukommen. Ist da vielleicht das "eigentliche Problem" all meiner Gedanken-Programme? Wie hast du das hinbekommen?

 

Auch ich bin durch mein Knäuel meiner Schöpfungen gegangen und habe oft den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen ... :-D

 

...und dann habe ich mir immer wieder erlaubt den berühmten roten Faden in mir einfach aufzunehmen – irgendwo ... irgend einen ... indem ich mich immer wieder auf das Jetzt und Hier hinein gefühlt habe und beobachtet habe, was JETZT HIER anwesend ist, welche meiner Schöpfung erlebe ich gerade Jetzt ... Im sanften Einfühlen in mich selbst und mich für meine innere Klarheit entscheidend ... bin ich Schritt für Schritt voran gegangen ...

 

Auch in mir herrschte - im wahrsten Sinne des Wortes! - der Wunsch – meine Schöpfung – die Vorstellung - ... endlich anzukommen ... - bis ich erkannte, es gibt nirgendwo anzukommen ... Es gibt nur den Weg, die Bewegung ... den Weg mich selbst in der Bewegung so zu erleben wie ich gerade eben bin – das ist es was und wer ich BIN ... und gleichzeitig IST in mir meine Entscheidung mich und all meine Entscheidungen bewusst zu erleben ... Stück für Stück ... zusätzlich IST in mir die innere Entscheidung, dieses Erleben mir selbst so liebevoll wie möglich zu gestalten ... und dann beobachte ich, was noch alles anwesend IST ... atme damit, beobachte ... entscheide mich für mein Erlauben ...

 

Nun, unterwegs sind mir da so etliche meiner Glaubensstrukturen – Schöpfungen – begegnet, welche meinen Vorstellungen von Erleben als Mensch nicht so recht entsprachen ... und voll bestückt mit all meine Urteilen und Verurteilungen habe ich mir so manchen Wegteil recht beschwerlich erschaffen ... Doch immer wieder und immer wieder habe ich mich »auf meinem Weg zu mir Selbst zurück« für meine innere Liebe und Klarheit entschieden ... Ich habe mich immer wieder selbst gefragt: „WAS IST ES, WAS HIER ANWESEND IST“ ... und dann habe ich mir Selbst, meiner inneren Stimme, meinen äußeren Kreationen ... zugeschaut, zugehört und beobachtet ... solange, bis mein inneres »ahhhh« sich einstellte ...

 

... und dann habe ich eine neue, bewusste Entscheidung getroffen ...

 

In Liebe, Mitgefühl und freier Verbundenheit

 

Britta - Zahohie

 

 

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